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Was ist Ayurveda?
Vielleicht geht es dir wie mir und manchmal fehlt es dir an Kraft und Energie. Du bist schlapp, müde und willst am liebsten direkt ins Bett, obwohl deine Agenda vollgepackt ist mit den täglichen To-dos. Vielleicht kämpfst du aber auch mit lästigen Rückenschmerzen, die immer wieder kommen. Das ist nicht nur sehr unangenehm, sondern auch super lästig und kann uns zusätzlich auch noch psychisch belasten. Sagt dir der Begriff Ayurveda etwas? Nein? Dann lass mich ein wenig über diese uralte traditionelle Medizin berichten und wie du mit wenig Aufwand sehr viel erreichen und dein Immunsystem nicht nur natürlich stärken, sondern auch aktiv gegen Müdigkeit und Erkältungen vorgehen kannst.
Das Wort “Ayurveda“ stammt aus dem Sanskrit und setzt sich aus den Wörtern „Ayus“ für Leben und „Veda“ für Wissen zusammen. Übersetzt bedeutet es so viel wie „die Wissenschaft vom langen Leben“. Ayurveda wird schon seit vielen Jahrtausenden als Heilkunst angewendet und ist das Gesundheitssystem der altindischen vedischen Hochkultur. Somit ist sie eine der ältesten bestehenden Heilkünste der Welt und wird von der WHO auch als traditionelle Medizin anerkannt.
Mit Ayurveda kann man Krankheiten vorbeugen und durch die Aktivierung der Selbstheilungskräfte schon bestehende Beschwerden lindern. Besonders gut eignet sich Ayurveda, um Stress abzubauen und um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Anders als unsere Medizin hier in Österreich sagt die ayurvedische Medizin, dass der Körper eins ist, bedeutet, dass Geist und Körper zusammenhängen und Symptome nicht einzeln betrachtet, sondern ganzheitlich angeschaut und verstanden werden sollen, um die Heilkraft des Körpers zu aktivieren.
Was bedeutet das also konkret, wenn du gerade an, sagen wir, Rückenschmerzen leidest? Normalerweise würdest du zum Arzt gehen, dieser würde dir Schmerzmittel verschreiben und du nimmst diese ein bis der Schmerz verschwindet. Idealerweise findet man heraus, was los ist, vielleicht bleibt es aber auch einfach nur bei den Schmerzmitteln und es wird nur das Symptom, nämlich der Schmerz, bekämpft.
Nun gut, du hast Rückenschmerzen und willst dieses Mal etwas anderes ausprobieren als die Schmerzmittel und entscheidest dich für den ayurvedischen Ansatz. Du würdest demnach erst mal, wie auch hier, einen Termin bei einem Ayurveda-Arzt vereinbaren, so wie ich es vor ein paar Monaten gemacht habe. Der Arzt wird sich anders untersuchen, bitte erschrick dich nicht. Es wird keine klassische Anamnese geben, wie du sie kennst, keine Fragen oder sonstiges, sondern der Arzt wird deinen Puls an deinem Handgelenk lesen. Dazu legt er seine Finger an und fühlt deinen Puls einige Sekunden lang. Dieses Verfahren nennt man Pulslesen. Hier findest du ein paar weitere Informationen dazu, falls du dich dafür interessierst: https://www.ayurveda-seminare.de/details-ayurveda-pulsdiagnose/
Nach einigen Sekunden wird der Arzt seine Finger wieder lösen und mit dem Übersetzer (hier in Österreich gibt es bisher wenig praktizierende Ayurveda Ärzte, daher kommen die meisten aus Indien für ein paar Tage im Jahr und untersuchen die Menschen in eigenen Ayurveda Zentren) alles notieren, was er finden konnte. In unserem Beispielfall würde er die Rückenschmerzen finden, aber er würde vielleicht noch etwas ganz anderes finden, was hinter den Rückenschmerzen steht. Sagen wir, vielleicht der schlechte Schlaf, den du hast, weil du jede Nacht falsch liegst und die daraus resultierende Unruhe, der Stress und die Verspannung, die sich direkt auf den Rückennerv auswirken. Also wären die eigentlichen Probleme die Schlafstörungen und nicht die Rückenschmerzen. Du weißt, worauf ich hinaus möchte?
Nachdem wir nun den Ursprung unserer Rückenschmerzen, in unserem Beispiel, gefunden haben, würde der Arzt uns nun die Therapie vorschlagen. Und auch hier kommt jetzt der große Unterschied zur klassischen Medizin, denn wir bekommen keine Schmerzmittel und auch keine Schlaftabletten. Stattdessen bekommen wir eine Ernährungsempfehlung basierend auf unserem Dosha (ich erkläre dir gleich, was es damit auf sich hat, es ist ein wichtiger Begriff im Ayurveda), Massageempfehlungen oder auch Kräutertinkturen und Tabletten.
Im Gegensatz zur klassischen Medizin geht es hier nicht von heute auf morgen, die Rückenschmerzen aus unserem Beispiel würden nicht, wie mit der Schmerztablette, sofort unterdrückt werden, es wäre mehr ein langer, jedoch nachhaltiger Prozess.
Ein wichtiges Stichwort bei alldem sind die sogenannten Doshas. Dosha kommt auch, wie das Wort Ayurveda, aus dem Sanskrit und bedeutet „Fehler“ oder „Ungleichgewicht“. Man unterscheidet drei verschiedene Typen, Kapha, Pitta und Vata. Die Doshas setzen sich aus den fünf Elementen zusammen, Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde, und bestimmen die individuelle Konstitution und wirken sich auf körperliche und geistige Funktionen aus. Jeder Mensch hat ein dominierendes Dosha. Es gibt auch Menschen, wo zwei Doshas dominieren, das sind dann sogenannte Mischtypen. Dein Dosha kannst du entweder, wie in meinem Fall, bei einem Ayurveda-Arzt checken lassen oder auch ganz einfach einen Test machen.
Je nachdem welches Dosha bei dir dominierend ist, gibt es gewisse Lebensstilanforderungen für Ernährung, Sport und auch zum Beispiel Massagen. Da jedes Dosha eine Kombination aus den Elementen ist (zum Beispiel Kapha wäre Erde und Wasser) wollen wir im Ayurveda ausgleichen. Falls du gerade nur Bahnhof verstehst, du bist nicht alleine, ich habe einige Zeit gebraucht, um das System zu verstehen …
Ich möchte in meinem nächsten Blog gerne tiefer in die Doshas eintauchen, dir einen kleinen Test zur Verfügung stellen, wo du ganz leicht herausfinden kannst, welches dein dominantes Dosha ist. Sobald wir das herausgefunden haben, möchte ich dir ebenfalls ein paar Informationen und Empfehlungen zu deinem Dosha geben. Es mögen vielleicht nur Kleinigkeiten sein, aber schon kleine Veränderungen in unserer Ernährung können so viel verändern. Ich habe den Selbsttest gemacht und meine Psoriasis (Schuppenflechte) damit innerhalb von nur einem Monat fast komplett wegbekommen. Wie ich das gemacht habe und welcher Dosha Typ meiner ist, das erzähle ich dir beim nächsten Mal.
Ich bin Yvie, seit kurzem Mama einer kleinen Tochter und Yogalehrerin aus Leidenschaft. Ich unterrichte das feurige Vinyasa, das ausgleichend ruhige Yin und Schwangerschaftsyoga. Ich beschäftige mich viel Gesundheit und wellbeeing, da ich finde, dass das wichtige Themen sind, vor allem für uns Frauen, und neben so vielen anderen Dingen wie Kinder, Haushalt und Job leider oft untergehen. Bei mir findest du alles rund um die Themen Schwangerschaft, Mami-sein, Yoga, Ernährung und einfach alles, was uns gut tut.
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