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Testamentsveranstaltung "Zukunft geben, weil ich will!"
Ein Testament zu verfassen ist kein leichtes Thema – aber ein sehr wichtiges. Schließlich regelt es, was mit dem eigenen Vermögen geschieht und sorgt dafür, dass alles im eigenen Sinne weitergegeben wird.
Doch viele Menschen stellen sich dabei Fragen:
Wann sollte man ein Testament machen? Was gilt es zu beachten?
Was viele nicht wissen: Das eigene Testament bietet die Möglichkeit, die eigenen Werte und Ideale weiterzugeben – und sogar über das eigene Leben hinaus Gutes zu bewirken. Etwa mithilfe einer Testamentsspende können wir selbst entscheiden, wo wir unterstützen möchten. Wo wir Zukunft geben - weil wir es wollen.
Am 9. April laden wir Sie herzlich zu unserer ersten Testamentsveranstaltung „Zukunft geben, Weil ich Will!“ ein. Dort erhalten Sie hilfreiche Informationen und Tipps rund um das Thema Testament und Testamentsspende. Wir bitten um Voranmeldung unter k.kuban@edw.or.at. Wir freuen uns auf Sie!
Die spannendsten Fragen rund um das Thema Testamentsspende hat Mag. Katarzyna Kuban, Leiterin unserer Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit, vorab für Sie in diesem persönlichen Interview beantwortet.
Wieso ist es heute schon wichtig, sich über das Thema Testament Gedanken zu machen?
Es ist entscheidend, sich frühzeitig mit dem Thema Testament auseinanderzusetzen, um sicherzustellen, dass unsere Wünsche nach dem Leben respektiert werden und das Erbe in die richtigen Hände gelangen kann. Ein Testament bietet uns die Möglichkeit, unsere Vorstellungen und Werte für die Zukunft festzulegen. Zudem hilft es, Konflikte unter Angehörigen zu vermeiden und Sicherheit für die Menschen zu schaffen, die uns am Herzen liegen. Besonders in unsicheren Zeiten kann es beruhigend sein, die eigene Nachlassregelung in Ordnung zu bringen.
Wie kann ich über mein Leben hinaus mit einer Testamentsspende Gutes tun und wie funktioniert es rechtlich, eine Stiftung wie die St. Elisabeth-Stiftung in meinem Testament zu bedenken?
Mit einer Testamentsspende ermögliche ich es, auch über mein Leben hinaus einen positiven Einfluss auszuüben. Durch die Berücksichtigung von zum Beispiel einer Organisation wie der St. Elisabeth-Stiftung in meinem Testament trage ich persönlich zur langfristigen Unterstützung bedürftiger Mütter und Kinder bei. Rechtlich gesehen gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine Stiftung zu bedenken:
- In Form eines Vermächtnisses: Ich kann einen bestimmten Betrag oder bestimmte Werte in meinem Testament festlegen, die der Stiftung zugutekommen.
- In Form einer Erbschaft: Ich kann die Stiftung als Erben einsetzen, wodurch sie einen Teil oder den gesamten Nachlass erhält.
Es ist immer ratsam, sich dabei von einem Notar oder einem Fachanwalt für Erbrecht beraten zu lassen, um sicherzustellen, dass alle rechtlichen Anforderungen erfüllt sind. Wir vermitteln gerne weiter.
Wie verändert es das Leben von Müttern und Kindern, wenn ich die St. Elisabeth-Stiftung in meinem Testament berücksichtige?
Jede Testamentsspende hat das Potenzial, das Leben vieler Menschen nachhaltig zu verändern. Die St. Elisabeth-Stiftung setzt sich aktiv für die Unterstützung von Müttern in Krisensituationen und deren Kindern ein. Durch meine großzügige Zuwendung kann die Stiftung u.a.:
- Unterstützung in Form von Beratungen und Hilfen bereitstellen, die es Müttern ermöglichen, wieder auf eigenen Beinen zu stehen.
- Die Schaffung von sicheren Räumen und psychosozialer Unterstützung fördern, die für die Entwicklung von Müttern und Kindern essenziell sind.
- Ressourcen für Bildungs- und Freizeitangebote für Kinder bereitstellen, die in schwierigen Verhältnissen aufwachsen.
Mit meiner Hilfe kann Hoffnung geschenkt und eine bessere Zukunft für die nächste Generation ermöglicht werden.
Warum entscheiden sich immer mehr Menschen dafür, mit ihrem letzten Willen gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen?
Immer mehr Menschen erkennen den Wert von sozialem Engagement, auch über ihr eigenes Leben hinaus. Das Testament bietet eine letzte Gelegenheit, die eigenen Werte und Überzeugungen zu leben und zu einer Verbesserung der Gesellschaft beizutragen. Viele Menschen möchten:
- Ihren positiven Einfluss verstärken, indem sie etwas für die Gemeinschaft hinterlassen.
- Ein Zeichen setzen, dass soziale Verantwortung auch im Tod weiterwirkt.
- Die ganz persönliche Verbindung zu einer Sache, Initiative oder Stiftung bewahren, die ihnen wichtig ist.
Es ist erfüllend, den Gedanken zu haben, dass man auch nach seinem Ableben dazu beiträgt, das Leben anderer zu verbessern und eine positive Veränderung zu bewirken.
Kann ich mit einem Teil meines Nachlasses helfen, ohne meine Angehörigen zu benachteiligen? – denke, dass dieses Thema auch viele beschäftigt.
Ja, es ist möglich, mit einem Teil Ihres Nachlasses zu helfen, ohne meine Angehörigen zu benachteiligen. Es gibt mehrere rechtliche und strategische Möglichkeiten, dies zu tun:
- In Österreich haben nahe Angehörige (Ehepartner, Kinder, Eltern) einen Anspruch auf einen Pflichtteil. Dieser Pflichtteil beträgt mindestens 50 % des gesetzlichen Erbteils. Ich kann die St. Elisabeth-Stiftung unterstützen, solange der Pflichtteil meiner Angehörigen gesichert ist.
- Ich kann im Testament ein Vermächtnis an die Stiftung festlegen. Dabei bestimme ich einen bestimmten Betrag oder bestimmte Vermögenswerte zur Zuwendung an die Stiftung. Meine Angehörigen würden lediglich ihren Pflichtteil erhalten.
Es gibt also viele Wege, auch nach dem eignenen Ableben noch viel Gutes zu bewirken und seine Überzeugunen weiterzutragen. Es ist ein Thema, das es auf jeden Fall wert ist, sich damit auseinanderzusetzen. Denn: Auch wenn vieles vergeht, die eigenen Überzeugungen und Werte können auch über das eigene Leben hinaus weiter bestehen und, in vielen Fällen, Großes bewirken.
St. Elisabeth-Stiftung in Wien