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Tannenwipfelsirup
Unsere heimischen Bäume haben für uns kulinarische, heilsame Geschenke. Jetzt im Mai (je nach Höhenlage und Witterung) können die noch ganz jungen Tannen- und Fichtenwipfel, das sind die jungen hellgrünen Triebe an den Spitzen, geerntet und zu Tannenwipfelsirup angesetzt werden, um so für die kalte Jahreszeit vorzusorgen.
Es können sowohl Tannen- als auch Fichtentriebe genommen werden (… die Fichte sticht, die Tanne nicht …). Achtet darauf, dass die Wipferl noch max. 2-3 cm groß und zart sind und erntet den Baum nicht ab, sondern nehmt nur einen Teil. Natürlich sollten die Bäume unbehandelt sein und nicht gerade an der Schnellstraße stehen.
Aber dann kann es schon losgehen!
Neben deinen gesammelten Tannenwipfeln brauchst du noch:
- Zucker – gerne auch brauner (doppelt so viel, wie Tannenwipfel vom Gewicht) sowie
- saubere Schraubgläser, Waage, Geschirrtuch, Löffel etc.
Tannenwipfel waschen und ev. verlesen (Ungeziefer, sonstiges Beikraut heraus) und gut abtrocknen, dann ins Glas schichten, Zucker/Tannenwipfel abwechselnd.
Die oberste Schicht sollte Zucker sein.
Gut verschließen und ab aufs Fensterbrett in die Sonne. Nun brauchst du Geduld, denn erst wenn sich der Zucker vollständig aufgelöst hat, ist es soweit: Du kannst den Sirup abfüllen. (Bei mir hat das bis Ende August gedauert!)
Saubere kleine Flaschen vorbereiten.
Abseihen und abfüllen.
Und es duftet schon herrlich…!!!
So – jetzt bist du gerüstet für den nächsten Husten oder auch nur zur Verfeinerung deiner süßen Speisen.
Am besten gleich beim nächsten Spaziergang in der Natur ein kleines Sackerl einstecken, vielleicht „läuft dir ja eine passende Tanne über den Weg“…!
Fotos und Text: Sabine M.
St. Elisabeth-Stiftung in Wien