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Meditation als Kraftort
Bei Meditation denkt man ganz gleich an stundenlanges Sitzen und an Langeweile. Ich möchte versuchen, dich heute ein wenig umzustimmen und stelle dir eine kleine geführte Meditation vor, oder sagen wir doch einfach eine Entspannungshilfe. Ich möchte mit dir auf eine kleine Reise gehen, zu deinem Wohlfühlort, deinem Ort des Friedens und der Ruhe in dir, wo du immer hinkommen kannst, wenn es im Außen gerade zu viel ist und du dringend Ruhe brauchst.
Bevor wir starten, mach es dir doch erstmal richtig gemütlich. Trägst du bequeme Kleidung? Wenn nein, raus aus der ungemütlichen Jeans, dem engen Top und dem einengenden Pulli und rein in deine Jogginghosen. Bist du alleine oder zumindest ungestört für die nächsten paar Minuten? Wenn du so weit bist, dann leg dich doch am besten direkt auf dein Bett, dein Sofa oder auch auf eine Yogamatte. Wenn es dir kühl ist, nimm dir noch eine Decke und dann gehts auch schon los.
Wir treffen uns, wenn du ganz gemütlich liegst. Deine Beine sind ausgestreckt, ganz locker und die Arme dürfen neben dem Körper liegen. Schließ hier deine Augen und atme erst mal tief ein und wieder aus. Und gleich nochmal, dieses Mal durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. Vielleicht möchtest du auch einmal seufzen, das tut manchmal gut, lass es einfach raus. „Hachhh“, mit der nächsten Ausatmung.
Nimm mal für einen Moment wahr, wie sich dein Körper heute anfühlt. Bist du vielleicht ein wenig angespannt, müde, aufgeregt, verspannt oder ganz weich? Schau mal hin, ohne das zu bewerten. Das kann schon mal schwer sein, unser inneres bewertet super gerne. Lass es aber einfach mal zu.
Als Nächstes nimm mal wahr, ob sich in deinem Körper eine Anspannung befindet. Vielleicht sind die Hände noch zwei Fäuste oder die Schultern sind verkrampft oder dein Kiefer ist noch ganz angespannt. Spür mal hin, wo du dich gerade noch etwas entspannen darfst. Atme ein (wieder durch die Nase wie vorhin), schick die Aufmerksamkeit zur angespannten Stelle und atme aus, die Anspannung darf sich lösen. Wenn es mehrere Stellen im Körper gibt, die angespannt sind, dann mach das doch für jede einzelne, bis sich dein Körper ganz weich anfühlt.
Falls du in der Zwischenzeit an die Hausarbeit, die Kinder, die Türklingel, das Handy oder das Essen gedacht hast und mit den Gedanken abgedriftet bist, dann lenke deinen Fokus wieder zurück in den Körper. Das ist ganz normal, man nennt das auch monkey mind, weil der Gedanke wie die kleinen Äffchen hin und her springen. Also gar kein Problem, nimm es wahr – aha, da war jetzt wieder ein kleiner Affe, und komm zurück in den Körper. Jetzt gehts los.
Stell dir nun vor, wenn du so ganz weich und entspannt auf deinem Bett liegst, wie vor deinem inneren Auge eine Tür erscheint. Eine wunderschöne, große, ganz verzierte und helle Tür. Du gehst auf die Tür zu und öffnest sie. Ganz langsam geht die Tür auf und du trittst durch die Tür in einen Raum. Als du hineingehst, merkst du, dass das kein richtiger Raum ist, sondern ein wunderschöner Ort, wo du dich wohlfühlst. Es ist dein ganz eigener Ort. Vielleicht ist es ein Ort, den du kennst oder es ist ein Ort deiner Fantasie. Schau dich in diesem Ort mal um. Was kannst du sehen? Ist es warm oder kühl? Was hörst du? Vielleicht kannst du etwas riechen oder sogar schmecken? Bist du alleine oder sind da andere Menschen oder Tiere? Nimm dir einen Moment Zeit und schau dich ganz genau um. Lass diesen Raum auf dich wirken …
Du gehst ein paar Schritte und suchst dir einen Platz, wo du dich hinsetzen kannst. Ganz gemütlich machst du es dir und schaust dich noch weiter um. Schau mal, wie du dich fühlst, wenn du hier in diesem Ort bist. Welche Gefühle kommen gerade auf? Vielleicht Freude, Dankbarkeit, Zufriedenheit oder Liebe? Schau mal, was es ist. Schau mal, was du gerade in deinem Leben brauchst …
Wiederhole innerlich drei Mal, was du gerade brauchst im Leben. Spüre dieses Gefühl in deinem ganzen Körper.
Während du da auf deinem Platz in deinem wunderschönen Ort sitzt, nimm die Hände auf dein Herz, zuerst links und dann rechts. Genieße diesen Moment noch einmal ganz bewusst und sei dir von nun an gewiss, dass du hier immer herkommen kannst. Jedes Mal, wenn du Ruhe brauchst, einen Moment Frieden oder etwas anderes, dann kannst du hier zu deinem Ort zurückkommen und dir genau das nehmen was du gerade brauchst.
Wenn du soweit bist, dann verabschiede dich langsam von deinem wunderbaren Ort. Mach dich auf den Weg zurück zu deiner Tür. Gehe auf die Tür zu, schau dich noch ein letztes Mal um und gehe dann durch die Tür hindurch.
Du nimmst deinen Körper wieder wahr auf deiner Unterlage in deinem Bett oder Sofa und vertiefst deine Atmung. Fang langsam an, deine Finger und Füße zu bewegen. Wenn du möchtest, leg deine Hände nochmal über dein Herz und bedanke dich bei dir selbst für diese Minuten, die du in deinem Raum der Kraft oder des Wohlbefindens verbracht hast.
Finde dich ganz langsam wieder zurück und nimm diese Entspannung mit in den Tag oder die Nacht, je nachdem, wann du die Meditation gemacht hast. Kleine geführte Meditationen eignen sich auch sehr gut für die Geburtsvorbereitung oder auch um eine Verbindung zu deinem Baby im Bauch herzustellen. Es gibt so viele tolle kurze Meditationen mit den unterschiedlichsten Themen. Ich kann dir spotify oder auch youtube empfehlen, wo du Meditationen in allen verschiedenen Sprachen, Längen und Ausführungen finden kannst.
Viel Spaß und Namaste.
Vielleicht geht es dir wie mir und du bist immer wieder erkältet, vor allem im Winter und in den wechselhaften Monaten des Jahres. Das ist nicht nur sehr ermüdend, sondern auch lästig. Ich versuche immer so wenig Medikamente wie möglich einzunehmen (bitte versteh mich nicht falsch, zum Glück haben wir Medikamente, aber man muss es ja nicht übertreiben, wenn es nicht unbedingt sein muss) vor allem in der Schwangerschaft, wo man ja so gut wie war nichts nehmen darf. Sagt dir der Begriff Ayurveda etwas? Nein? Dann lass mich dir in meinem nächsten Blog über diese uralte traditionelle Medizin berichten und wie du mit wenig Aufwand sehr viel erreichen kannst und dein Immunsystem nicht nur natürlich stärken, sondern auch aktiv gegen Erkältungen vorgehen kannst.
Ich bin Yvie, seit kurzem Mama einer kleinen Tochter und Yogalehrerin aus Leidenschaft. Ich unterrichte das feurige Vinyasa, das ausgleichend ruhige Yin und Schwangerschaftsyoga. Ich beschäftige mich viel Gesundheit und wellbeeing, da ich finde, dass das wichtige Themen sind, vor allem für uns Frauen, und neben so vielen anderen Dingen wie Kinder, Haushalt und Job leider oft untergehen. Bei mir findest du alles rund um die Themen Schwangerschaft, Mami-sein, Yoga, Ernährung und einfach alles, was uns gut tut.
St. Elisabeth-Stiftung in Wien