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Loben Sie!
Wollen Sie, dass aus Ihrem Sprössling einmal was wird?
Nach Meinung von Kinderpsycholog*innen fördert man die Kleinen am besten durch Lob. Nicht hartes Training oder ständige Anforderungen sind das Mittel der Wahl zur Leistung. Es ist das Lob. Wie motivierend Lob wirken kann, kennen auch wir Erwachsene - es begleitet uns ein Leben lang!
Natürlich soll ein Lob gerechtfertigt sein. Jeden Handgriff des Kindes in den Himmel zu loben, ist einerseits unglaubwürdig, andererseits kann es gar in Kindern die Angst schüren, einmal doch zu versagen. Auch Frustrationstoleranz ist eine wichtiger Kompetenz, zu erfahren: Es kann nicht immer alles gelingen - und muss es auch nicht! Ich bin immer gleich viel wert und darf mich und mein Können immer wieder aufs Neue ausprobieren.
Der israelische Familienpsychologe Dr. Haim Ginott fasst zusammen: "Das wertvollste Geschenk, das wir einem Kind machen können, ist ein positives und realistisches Bild von sich selbst. Aber wie formt sich dieses Selbstbild? Nicht von einem Moment auf den anderen, sondern langsam, eine Erfahrung nach der anderen." Das trägt zu einem Bewusstsein der Kinder über sich selbst bei – und so entsteht: ECHTES Selbstbewusstsein.
Lob soll stärken und Freude schenken. Es soll ermutigen und Leistungen ehrlich anerkennen. Schauen Sie einmal in die Augen Ihres Kindes, wenn Sie im Beifall spenden für seine Bastelei, die es von der Schule nach Hause bringt. Oder wenn Sie es streicheln, weil es sein Zimmer wieder einmal aufgeräumt hat. Das spornt zu neuen Kreationen an, vielleicht sogar zur Mithilfe beim nächsten Hausputz. Loben Sie ihre Leonie, ihren Poldi, ihre Melanie. Und dann lassen Sie sich überraschen!
Von unserer Bloggerin Monika Berthold-Wolfschütz, Oma von Beruf
St. Elisabeth-Stiftung in Wien