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Junge Mütter im Fokus - Interview mit Andrea Ertl

DO, 26.03.2026

Junge Mütter: Zwischen Herausforderung und neuer Perspektive

Was bedeutet es, sehr jung Mutter zu werden – oft ungeplant, oft begleitet von Unsicherheit und vielen offenen Fragen? Der neue Film „Junge Mütter“ rückt genau dieses Thema in den Fokus und erzählt eindrücklich von vier jungen Frauen, die ihren Weg ins Leben mit Kind suchen.

Für St. Elisabeth Stiftung ist dieses Thema Teil unseres Alltags. Andrea Ertl, Leiterin unserer Familienberatungsstelle, begleitet regelmäßig junge Frauen in genau solchen Situationen. Sie begrüßt es, dass das Thema stärker in die Öffentlichkeit kommt: Es sei „ein ganz, ganz wichtiges Thema, das nicht unter den Teppich gekehrt werden sollte“.

Denn die Realität ist oft herausfordernd. „In den meisten Fällen ist es ja so, dass wenn so junge Mädchen schwanger werden, dass es keine geplante Schwangerschaft war“, erklärt Andrea Ertl. Plötzlich geraten Lebenspläne ins Wanken: Schule, Ausbildung, Zukunftsperspektiven – alles steht zur Diskussion. Dazu kommen existenzielle Fragen: Schaffe ich das finanziell? Bekomme ich Unterstützung? Wie sage ich es meinen Eltern?

Genau hier beginnt unsere Arbeit als St. Elisabeth Stiftung. In unserer Schwangeren- und Familienberatungsstelle erhalten junge Frauen nicht nur Informationen zu finanziellen Leistungen, Mutterschutz oder Kinderbetreuung. Sie finden auch einen geschützten Raum für ihre Sorgen, Ängste und Entscheidungen. „Wir sind dafür da, sie zu begleiten, zu beraten und ihr die Möglichkeiten aufzuzeigen, die sie hat“, so Ertl.

Dabei geht es nicht nur um Organisation, sondern vor allem um persönliche Perspektiven. Was bedeutet es, Mutter zu werden? Welche Wege gibt es – auch dann, wenn die Entscheidung gegen ein Aufwachsen beim leiblichen Elternteil fällt? Die Gespräche sind oft intensiv, aber auch richtungsweisend.

Neben individueller Unterstützung braucht es jedoch auch gesellschaftliche Verantwortung. Andrea Ertl betont, wie wichtig gute Rahmenbedingungen sind – etwa ausreichend Kinderbetreuungsplätze, damit junge Mütter ihre Ausbildung fortsetzen können. Ebenso entscheidend ist ein respektvoller Blick auf die Betroffenen: „Dass es zu keiner Stigmatisierung kommt“, sondern Vertrauen und Zuversicht wachsen können.

Unsere Erfahrung zeigt: Mit der richtigen Unterstützung können junge Mütter ihren Weg gehen. Und oft entsteht gerade aus schwierigen Ausgangssituationen eine große Stärke – für sich selbst und für ihre Kinder.

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